Einige Tiere etwas näher vorgestellt

Der Zwergflamingo ist ein an Salzseen lebender Vogel aus der Ordnung der Flamingos und deren kleinster Vertreter. Er lebt vorrangig in Afrika, ernährt sich hauptsächlich von Cyanobakterien, Kieselalgen und Salinenkrebsen. Er kann über 50 Jahre alt werden. Außer der Größe ist er auch durch andere Merkmale von den sich allgemein stark ähnelnden anderen Flamingos zu unterscheiden, unter anderem ist der dunkle Schnabel verhältnismäßig länger als der anderer Arten. Er ist jedoch wie der anderer Flamingo Arten ein Verkehrtschnäbler, da die untere Schnabelhälfte starr ist, während die obere beweglich ist. Sie leben fast ausschließlich in Süd- und Ost-Zentral-Afrika. Der Großteil des Bestandes ist auf das Ostafrikanische Grabensystem Rift Valley zentriert, doch sie finden sich auch an anderen Orten und an vier separaten Orten: In Mauretanien, in Senegal, in Botswana und in Namibia. Zwergflamingos kommen nur an wenigen Orten außerhalb Afrikas vor: An einigen Salzseen in Pakistan und Indien .Zwergflamingos leben vorrangig an seichten Salz- und Sodaseen, wo kaum andere Tiere leben. Ein besonderer Aspekt der Ernährung der Zwergflamingos ist die Konkurrenz um Nahrung, die von Fischen ausgeht. In fischreichen Gewässern gibt es keine Zwergflamingos, denn die Fische sind in der Lage, den Wettbewerb um die wirbellose Nahrung zu gewinnen. Daher leben Zwergflamingos auch fast ausschließlich in den Salzseen, wo nur wenige Fische leben können. Die Männchen balzen in großen Verbänden zusammen, ein sehr ungewöhnliches Verhalten im Reich der Tiere. Die Balzrituale sind streng ritualisiert und mit einem ballettartigen "Tanz" zu vergleichen. Vollkommen synchron schlagen die Flamingos mit den Flügeln, nicken rhythmisch mit dem Kopf, marschieren in der Gruppe durch den See und geben Laute von sich. Wenn ein Weibchen sich ein Männchen ausgesucht hat, ist diese Partnerschaft monogam und hält über viele Jahre bis lebenslang Nach dem Schlupf werden die jungen Zwergflamingos mit einer Art Kropfmilch gefüttert, die in der Speiseröhre der Eltern gebildet wird, was der Jungtierfütterung von Tauben und Pinguinen ähnelt. Die Milch wird zusätzlich mit Karotin und Blut der Elterntiere vermischt, wodurch diese Kropfmilch dem Nährwert der Säugetiermilch in nichts nachsteht

 

 

Inkaseeschwalben

Die Inkaseeschwalbe ist eine an der südamerikanischen Pazifikküste lebende Vogelart. Die Inkaseeschwalbe brütet an den Felsküsten von Peru und Nordchile. Sie überwintert in den Küstenregionen von Ecuador bis Zentralchile. Die Inkaseeschwalbe jagt im kalten, aber fischreichen Humboldtstrom. Sie folgt Fischerbooten, um so an Fischreste zu kommen

 

 

 

 

 

Blässhuhn

Blässhühner gehören zur Familie der Rallen Das Verbreitungsgebiet des Blässhuhns erstreckt sich von Mitteleuropa, Osteuropa und Nordafrika bis nach Sibirien und Australien. In Deutschland ist es weit verbreitet. Seinen Namen hat das Blässhuhn von der so genannten "Blesse" - das ist der weiße Fleck, der sich auf seiner Stirn befindet. Er macht das Blässhuhn unverwechselbar. Die Füße sind außerdem auffallend groß: So wird das Gewicht verteilt und sie können gut über die Blätter von Wasserpflanzen laufen.

Rotstirnmaki
Rotstirnmakis kommen nur auf Madagaskar vor. Diese Primaten sind ausgesprochene Baumbewohner, die selten auf den Boden kommen. Sie leben in Gruppen von 4 bis 18 Tieren zusammen, Gruppen setzen sich aus mehreren Männchen und Weibchen und den gemeinsamen Jungtieren zusammen. Innerhalb der Gruppe gibt es keine erkennbare Rangordnung. Die Streifgebiete verschiedener Gruppen überlappen einander, mit lauten Schreien machen sich die Gruppen aufeinander aufmerksam, um direkte Begegnungen zu vermeiden. Kommt es doch zu einer Begegnung, verläuft diese häufig friedlich, es kann aber auch zu aggressiven Auseinandersetzungen kommen.

 

Der Schopfkarakara

Der Schopfkarakara ist ein falkenartiger Vogel aus dem mittleren und südlichen Südamerika. Der Schopfkarakara lebt, mit Ausnahme des Amazonasgebietes in ganz Brasilien, im östlichen Bolivien, in Paraguay und Uruguay und mit Ausnahme der nördlichen Anden in ganz Chile und Argentinien und auf den Falklandinseln. Die Nistgewohnheiten des Schopfkarakaras sind für einen Falken ungewöhnlich, da er ein eigenes Nest baut, anstatt den verlassenen Horst einer anderen Greifvogelart zu verwenden. Das große Nest aus Zweigen und Ranken liegt häufig am Boden.

Der Waldrapp ist ein etwa gänsegroßer Ruderfüßer aus der Unterfamilie der Ibisse sie sind gesellige Vögel, die sich zu Kolonien von mehreren Dutzend bis über Hundert Exemplaren zusammenschließt. Das Hauptproblem für die Auswilderung ist die Tatsache, dass der Waldrapp ein Zugvogel ist, die Flugroute aber im ersten Jahr von den Eltern erlernt werden muss. Von Menschen aufgezogene Jungvögel kennen diese Flugroute nicht. Im frühen und alten Ägypten galt der Waldrapp als Lichtbringer und Verkörperung des menschlichen Geistes. Im Islam wird der Waldrapp als Glücksbringer angesehen, der Noah nach der Sintflut den Weg vom Berg Ararat ins fruchtbare Tal des Euphrat gezeigt haben soll Im 17. Jahrhundert wurden Waldrappe im Orient geschützt, da verschiedene Nomadenstämme glaubten, dass sie in ihrem schillernden Gefieder die Seelen der Verstorbenen davontragen würden. In Deutschland war er bereits 1627 ausgelöscht Den Vögeln wurde schließlich ihre Zutraulichkeit zum Verhängnis. Weil die Ibis-Art die Nähe des Menschen sucht, war sie für Vogeljäger leichte Beute. Heute sind die Zugvögel in freier Wildbahn praktisch ausgestorben